OGV blickt auf 90 Jahre Vereinsgeschichte zurück
Der Obst- und Gartenbauverein (OGV) Oberjesingen prägt seit vielen Jahrzehnten das örtliche Vereinsleben und leistet einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Kulturlandschaft. Im Rahmen der Jahreshauptversammlung wurde erneut deutlich, welche zentrale Rolle der Verein in Oberjesingen einnimmt.
Vorsitzender Christian Renz ließ gemeinsam mit den Mitgliedern das vergangene Vereinsjahr Revue passieren. Der OGV war mit zahlreichen Aktivitäten im Ort präsent, darunter Schnittkurse, Pflegeeinsätze auf den Streuobstwiesen sowie Veranstaltungen mit Kindern. Besonders die Einbindung der jungen Generation, etwa beim gemeinsamen Saftpressen oder beim Pflanzen des Einschulungsbaums, ist ein wichtiger Bestandteil der Vereinsarbeit.
Das zurückliegende Jahr stellte den Obstbau vor verschiedene Herausforderungen. Witterungsbedingte Einflüsse, erhöhter Schädlingsdruck sowie eine insgesamt schwierige Erntesituation wirkten sich auf die Erträge aus. Dennoch steht der Verein weiterhin auf einer soliden finanziellen Grundlage und verzeichnet eine leicht steigende Mitgliederzahl.
Bei den anstehenden Wahlen wurden der Vorsitzende Christian Renz, der zweite Vorsitzende Markus Nüßle sowie Kassierer Georg Hudy einstimmig in ihren Ämtern bestätigt. Damit ist auch künftig für Kontinuität in der Vereinsführung gesorgt.
Ein besonderer Programmpunkt waren die Ehrungen langjähriger Mitglieder. Für 25 Jahre Vereinszugehörigkeit wurden Hedwig Dieterle, Iris Gordon-Graulich, Willy Nüßle und Udo Renz ausgezeichnet. Siegfried Benz, Heinz Dengler und Richard Stöffler erhielten Ehrungen für 40 Jahre Mitgliedschaft.
Im Rahmen eines Rückblicks wurde zudem die Entwicklung des Vereins seit seiner Gründung im Jahr 1936 dargestellt. Der Obstbau hatte früher eine deutlich größere wirtschaftliche Bedeutung und diente vielfach der Selbstversorgung. Heute steht für viele Mitglieder der Ausgleich zum Alltag sowie der Erhalt der Streuobstwiesen im Vordergrund.
Erinnerungen wurden auch an die Zeit der intensiven Zwetschgenernte wach, als über Wochen hinweg ganze Familien im Einsatz waren und die Region als bedeutendes Anbaugebiet galt.
Der Verein sieht sich auch künftig in der Verantwortung, die Kulturlandschaft zu erhalten und Menschen für die Pflege und Nutzung der Streuobstwiesen zu begeistern.



